Bedeutung der Immobilienwirtschaft

  Abbildung der Entwicklung der Bruttowertschöpfung der gesamten Immobilienwirtschaft Voigtländer, Steininger et al. (2013) Entwicklung der Bruttowertschöpfung der gesamten Immobilienwirtschaft in Mrd. Euro (linke Achse) und Anteil an Gesamtwirtschaft in % (rechte Achse) 1991 bis 2011

Die Immobilienwirtschaft ist ein intersektoraler Akteur in jeder modernen Gesellschaft; dazu zählen die Bauwirtschaft, Architekten, Planer, Geographen und Ökonomen. Ihre Bruttowertschöpfung lag im Jahr 2013 bei 434 Mrd. Euro (19% der Gesamtwirtschaft) und damit vor anderen Sektoren wie dem Maschinenbau (74 Mrd. Euro) oder dem Gesundheitswesen (164 Mrd. Euro). In der nebenstehenden Abbildung sehen Sie den zeitlichen Verlauf der Wertschöpfung. Das in Immobilien gebundene Nettoanlagevermögen umfasste dabei im selben Jahr 7,6 Bill. Euro (82% aller Anlagegüter) und trägt durch seine bisherige stabile Wertentwicklung maßgeblich zur nachhaltigen Vermögensbildung in Deutschland bei. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Publikation Wirtschaftsfaktor Immobilien 2013: Gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft .

Die internationale Forschung spiegelt diese ökonomische Bedeutung und Interdisziplinarität wider. In Deutschland gibt es auf universitärer Ebene nur wenige Forscher, die sich mit dem Forschungsgebiet der Immobilienökonomie befassen. Die RWTH Aachen schuf mit der Juniorprofessur für Real Estate Finance die Möglichkeit, die vielen immobilien-spezifischen Herausforderungen unserer Gesellschaft (stabile Verbriefungsformen, finanzielle Stabilität, demographischer Wandel etc.) unabhängig und wissenschaftlich fundiert zu begleiten und Grundlagenforschung zu betreiben.